Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Volkswirtschaftslehre - Bachelor

Volkswirtschaftslehre – was ist das?

Wie konnten faule Immobilienkredite in den USA einen so großen Einfluss auf die gesamte Weltwirtschaft haben? Wie wird sich die Krise auf den Arbeitsmarkt auswirken? Wie kann der Staat über Steuersenkungen und - erhöhungen auf die Wirtschaft einwirken? Das sind nur einige der Fragen, die sich die Volkswirtschaftslehre (VWL) stellt.

Anders als die BWL, die sich in erster Linie die Struktur einzelner Unternehmen ansieht, nimmt die VWL einen weitaus größeren Bereich in Augenschein. Sie nimmt quasi eine wirtschaftliche Vogelperspektive ein.

Wenn du VWL studierst, lernst du die verschiedenen Wechselwirkungen kennen und verstehen, die sich aus den Beziehungen von Unternehmen, privaten Haushalten und Staaten ergeben. Dabei steht entweder ein bestimmter Markt, ein Land oder aber auch ein größerer Wirtschafts- oder Währungsraum wie zum Beispiel die Euro-Zone im Fokus der Betrachtung.

Mit Hilfe von Modellen analysieren Volkswirtinnen und -wirte die Entwicklung der Weltwirtschaft oder einzelner Märkte und treffen anhand ihrer Beobachtungen Vorhersagen dazu, in welche Richtung sich bestimmte Prozesse entwickeln.

Am Ende deines Studiums sollst du selbstständig in der Lage sein, solche Analysen durchzuführen, ökonomische Probleme der Tagespolitik zu interpretieren und verschiedene Argumentationen eigenständig zu bewerten.

Geht´s noch ein bisschen genauer?

Geht´s noch ein bisschen genauer?

Ja klar! In deinem Bachelorstudium der Volkswirtschaftslehre erwirbst du auch Kenntnisse über ökonomische Institutionen wie zum Beispiel die Weltbank oder die europäische Zentralbank. Außerdem erhältst du detaillierte Einblicke in eine Vielzahl ökonomischer Zusammenhänge und Prozesse.

Die Welt der Ökonomie wird immer komplexer. Um den Überblick zu behalten, musst du lernen, ökonomische Probleme zum Beispiel in ihre jeweiligen gesellschaftlichen Kontexte einzuordnen und mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden zu beobachten und zu beurteilen. Auf dieser Basis erarbeitest du dann Lösungsmöglichkeiten. Dafür legst du besonders zu Beginn deines Bachelorstudiums die methodischen und fachlichen Grundsteine. Das bedeutet in der VWL für dich vor allem schnelle Aneignung des Basiswissens in VWL, BWL und Mathematik, hier insbesondere in Statistik. Daraus besteht dein Handwerkszeug, dass du später für detaillierte Betrachtungen, Beschreibungen und Analysen brauchen wirst.

Auch die Nähe zum Institut für Weltwirtschaft, einem der führenden Forschungszentren Deutschlands, sorgt dabei für exzellente Studienbedingungen auf hohem internationalen Niveau.

Die Uni Kiel bietet dir als VWL-Studentin oder –Student im Bereich des Wahlpflichtfaches zahlreiche Möglichkeiten. Dadurch kannst du dich schon früh auf dein Berufsziel spezialisieren und vorbereiten. Alle weiteren Infos zu den Wahlmöglichkeiten in einem Bachelorstudium erhältst du jederzeit bei der Zentralen Studienberatung oder bei der Studienfachberatung der VWL. Falls du generelle Fragen zum Bachelorstudium hast, schau doch mal hier.

Was solltest du mitbringen?

Was solltest du mitbringen?

Vorrangig solltest du ein generelles Interesse an ökonomischen Zusammenhängen haben, denn darum geht es ja schließlich in der VWL.

Auch formale Darstellungen, Statistiken und theoretische Modelle sollten dich nicht abschrecken. Sie sollten dich vielmehr  dazu anspornen, sie zu verstehen und zu entdecken, was genau dahinter steckt. Dafür ist eine ausgeprägte Fähigkeit zum logischen Denken Grundvoraussetzung.

Du solltest darüber hinaus keine grundsätzliche Abneigung gegen die Mathematik hegen und zudem gute Englischkenntnisse mitbringen. Denn ein Großteil der Fachliteratur liegt nur auf Englisch vor – auch  ein Teil der Vorlesungen findet auf Englisch statt.

Zusätzlich helfen dir in deinem Studium eine gute Allgemeinbildung sowie Fleiß, Ausdauer und Konzentrationsvermögen.

Entsprechende Praktika sind für das Studium selbst nicht notwendig, für den späteren Berufseinstieg jedoch von Vorteil. Spätestens im Studium, während der vorlesungsfreien Zeit, empfehlen wir dir, einschlägige Praktika zu absolvieren.

Auch solltest du überlegen, eine Zeit im Ausland zu studieren – das kommt bei künftigen Arbeitgebern sehr gut an.

Wichtig: Der Bachelorstudiengang Volkswirtschaftslehre ist zulassungsbeschränkt. Du musst dich also um einen Studienplatz bewerben. Wie das geht und was du dabei beachten musst, erfährst du bei der Zulassungsstelle der Universität Kiel.

Was machst du nach dem Studium?

Was machst du nach dem Studium?

Mit einem abgeschlossenen Bachelorstudium der Volkswirtschaftslehre stehen dir verschiedene berufliche Möglichkeiten offen. Grundsätzlich bist du in allen Arbeitsfeldern gut aufgehoben, die ökonomisches Denkvermögen und Analysefähigkeit fordern.

Du kannst sowohl in Unternehmen als auch in der öffentlichen Verwaltung oder in Wirtschaftsinstitutionen oder Forschungsinstituten arbeiten. Auch Banken, Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfgesellschaften stellen Volkswirtinnen und –wirte ein.

Zudem eröffnet dir ein Bachelorabschluss den Zugang zu wirtschaftswissenschaftlichen Masterstudiengängen im In- und Ausland.

Über Spezialisierungen und spätere Beschäftigungsmöglichkeiten informiert dich die Studienfachberatung.

Gängige Vorurteile

Volkswirte sind in erster Linie Theoretiker mit geringem Praxisbezug.

Stimmt nicht. Ok, es sind viele Zahlen und Daten, mit denen du jonglierst. Dahinter steckt aber immer ein ganz konkretes Problem. Die Entwicklung von Steuern, der staatliche Einfluss auf die Wirtschaftswelt, die Entwicklung bestimmter Märkte – das sind alles Themen, die uns alle täglich betreffen. Auch wenn wir es nicht immer merken.

Weiterführende Informationen findest du hier:

Zentrale Studienberatung
Studienfachberatung
Institutsseite der VWL
Studieninformationsblatt Volkswirtschaftslehre, Bachelor
Studieninformationsblatt Bachelor- und Masterstudiengänge
Interview aus der Reihe "Steckbrief Studienfächer"
Fachschaft Wirtschafts- und Sozialwissenschaften