Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Physik - Bachelor

Physik – was ist das?

Kurz gesagt: Die Physik erklärt uns, wie unsere Umwelt, bis hin zu unserem Universum, funktioniert. Dazu müssen Physiker zuerst alle Prozesse und Naturprinzipien genauestens beobachten.

Sicher hast du in der Schule schon einmal von Isaac Newton gehört. An seinem Beispiel lässt sich beschreiben, wie die Physik vorgeht. Von dem großen Physiker erzählt man sich nämlich folgende Geschichte:

Newton saß eines Tages grübelnd unter einem Apfelbaum, als vor ihm ein Apfel vom Baum fiel. Diese Beobachtung weckte in ihm den Drang, genau zu erfassen und erklären zu können, warum ein Apfel (und überhaupt jeder Gegenstand auf der Erde) immer senkrecht nach unten fällt. Ausgehend von dieser simplen alltäglichen Beobachtung entdeckte Newton dann die Gesetze der Schwerkraft.

Ob diese Geschichte nun tatsächlich wahr ist oder nicht, sei dahingestellt. Entscheidend ist, dass die Vorgehensweise der Physik darin anschaulich wird: das enge Zusammenspiel von Naturbeobachtung und theoretischer Modellbildung.

Geht´s noch ein bisschen genauer?

Geht´s noch ein bisschen genauer?

Ja klar! Physik ist eine methodische und inhaltliche Grundlage der exakten Naturwissenschaften. Wie kaum eine andere Wissenschaft prägt die Physik unsere heutige Welt. 

Sowohl unsere generelle Vorstellung, wie die Natur funktioniert, als auch eine gewaltige Menge von praktischen Anwendungen beruhen auf den Forschungsergebnissen der Physik. Dabei reicht das physikalische Betrachtungsspektrum von den kleinsten Teilchen bis zum Universum selbst. Es gilt herauszufinden, wie die Dinge im Innersten funktionieren.

Als Physikstudentin oder -student beschäftigst du dich gleichermaßen auf theoretischer wie experimenteller Ebene mit dieser Frage. Ziel ist es, zu einer quantitativen Naturbeschreibung zu gelangen. In der Experimentalphysik wirst du teilweise sehr aufwändige Apparaturen und Messgeräte benutzen, um Vorgänge in der Natur vorurteilslos zu beobachten.

Die Ausbildung in Experimentalphysik umfasst die klassische Teilbereiche Mechanik, Wärmelehre, Elektromagnetismus, Optik, dann die Atom- und Quantenphysik sowie die Kern- Teilchen- und Astrophysik. Zudem wird die Festkörper- und Oberflächenphysik sowie die Plasmaphysik und Extraterrestrische Physik Teil deines Bachelorstudiums sein.

In der Theoretischen Physik lernst du, wie sich quantitative Beobachtungen in mathematisch formulierte Gesetzmäßigkeiten übersetzen lassen. Du wirst die grundlegenden Bereiche der Theoretischen Physik in deinem Studium kennenlernen, beginnend bei der Mechanik, die Elektrodynamik, die Quantenmechanik sowie die Thermodynamik und Statistische Physik.

Die Sprache der Physik ist die Mathematik. Aus diesem Grund nimmt sie auch einen wichtigen Platz im Physikstudium ein.

Am Ende deines Studiums solltest du Probleme abstrahieren und auf die essenziellen Punkte reduzieren können. Du wirst darüber hinaus zu selbstständigem und verantwortlichem Handeln und Problemlösen sowie zur kritischen Reflexion der Ergebnisse angeleitet.

Physik kann an der Universität Kiel als Ein-Fach- oder, zusammen mit einem zweiten Fach, als Zwei-Fächer-Bachelorstudium studiert werden. Falls du einen Lehrberuf anstrebst, ist der Zwei-Fächer-Bachelor der richtige Studiengang für dich.

Im Ein-Fach-Bachelorstudiengang Physik sind zwei Wahlbereiche vorgesehen. Du kannst in den ersten zwei Semestern zwischen Chemie oder Informatik auswählen. Im weiteren Verlauf deines Studiums vertiefst du dann entweder dein Wahlfach oder wählst zwischen Elektronik, Mathematik oder Materialwissenschaften aus.

Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung. Oder sprich den Studienfachberater an.

Was solltest du mitbringen?

Was solltest du mitbringen?

Die Mathematik ist die Sprache der Physik. Aus diesem Grund solltest du sehr gute mathematische Vorkenntnisse vorweisen können.

Vor dem Studienbeginn findet in jedem Wintersemester ein zweiwöchiger „Mathematischer Vorkurs“ statt. Wir möchten dir den Besuch dieses Kurses sehr ans Herz legen. Dort werden Kenntnisse aufgefrischt und vertieft. So bist du besser für den Start in dein Physikstudium gerüstet. Inhalte, Ort und Termin des Kurses findest du hier.

Neben einer Begabung in und Freude an den Fächern Mathematik und Physik und an abstrakten Denkweisen allgemein, sind technisch-handwerkliche Interessen optimal.

Wenn du später Lehrerin oder Lehrer werden möchten, solltest du natürlich auch Lust darauf haben, Kinder und Jugendliche zu unterrichten. Weiter Informationen zum Thema Lehramt findest du hier.

Da das Studienfach Physik zurzeit an der Uni Kiel nicht zulassungsbeschränkt ist, brauchst du dich nicht zu bewerben. Informationen zur Einschreibung und was du dafür beachten musst, erhältst du beim Studierendenservice - Bereich Einschreibung und Studienangelegenheiten – der Universität Kiel.

Was machst du nach dem Studium?

Was machst du nach dem Studium?

Generell eröffnet Ihnen das Ein-Fach-Bachelor- und Masterstudium der Physik den Zugang zu verschiedenen Berufsfeldern.

Grundsätzlich kannst du nach deinem Studium der Physik in der Forschung, in der Industrie oder im Dienstleistungsbereich arbeiten, zum Beispiel in der Halbleiter- oder der IT-Branche. Auch die Chemieindustrie oder die Energiebranche stellt gern Physikerinnen und Physiker ein.

Da du jedoch neben deinen physikalischen Kenntnissen auch Fähigkeiten wie abstraktes Denken und Problemlösungsstrategien erlernt hast, bist du auch für andere Bereiche innerhalb der Industrie qualifiziert. So landen viele Physikerinnen und Physiker beispielsweise auch in der Qualitätskontrolle, im Vertrieb oder im Marketing.

Über Spezialisierungen- und Wahl- sowie künftige Beschäftigungsmöglichkeiten informiert dich die Studienfachberatung.

Prinzipiell eröffnet dir ein qualifizierter Bachelorabschluss den Zugang zu weiterführenden Masterstudiengängen im In- und Ausland.

Wenn du Lehrerin oder Lehrer werden möchten, machst du mit deinem Zwei-Fächer-Bachelorstudium einen ersten großen Schritt in diese Richtung. Wie es danach für dich weitergeht, erfährst du hier.

Gängige Vorurteile

Physiker sind so verloren in den Denkkonstrukten von Raum und Zeit, dass für niedere Dinge einfach weder Zeit noch Raum ist.

Das ist natürlich Blödsinn! Es geht in der Physik ja vielfach um sehr konkrete Dinge. Denk  zum Beispiel an Newtons Apfel. Und auch die Anwendungen, die aus der Physik hervorgegangen sind und hervorgehen, sind oft kein bisschen abgehoben, sondern Teil unseres alltäglichen Lebens, wie zum Beispiel der DVD-Player, Solaranlagen oder bildgebende Verfahren in der Medizin.

Weiterführende Informationen findest du hier:

Zentrale Studienberatung
Studienfachberatung
Interview aus der Reihe Steckbrief Studienfächer
Institutsseiten der Physik
Studieninformationsblatt Physik, Bachelor
Studieninformationsblatt Bachelor- und Masterstudiengänge
Zentrum für Lehrerbildung
Fachschaft Physik
Auslandsstudium