Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Pharmazie - Pharmazeutisches Staatsexamen

Pharmazie - was ist das?

Pharmazeuten beschäftigen sich mit Arzneimitteln. Das klingt so schlicht und ist doch sehr vielseitig.
Die Lehre von den Arzneimitteln berührt viele naturwissenschaftliche Felder und schließt auch Bereiche der Medizin mit ein. Schließlich müssen neue Arzneimittel entwickelt und erprobt und am Ende über die Apotheken nach ausführlicher Beratung an die Patienten abgegeben werden.
Ein Pharmazeut ist also jemand, der nach einem naturwissenschaftlichem Studium einen Heilberuf ausübt.

Geht´s noch ein bisschen genauer?

Geht´s noch ein bisschen genauer?

Ja, klar! Wie Medikamente wirken, hast du sicher schon am eigenen Leib gespürt. Dass ihre Wirkung optimal ist, dass sie dir schnell helfen und dabei möglichst wenig unerwünschte Effekte haben, das ist das Ergebnis pharmazeutischer Arbeit.
Es ist ein weiter Weg, bis das fertige Medikament in der Apotheke abgegeben werden kann. Entsprechend vielfältig ist dein Studium der Pharmazie. Du wirst allgemeine Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens kennen lernen und dich dann gezielt mit heilenden Substanzen beschäftigen.
Um die untersuchen zu können, wird dir die ganze Bandbreite der Naturwissenschaften vermittelt. Dazu gehören Pharmakologie, Physiologie, Chemie, Biologie, Biochemie, Analytik, Qualitätssicherung und medizinische Kenntnisse. Und Dinge, von denen du bis jetzt sicher noch nie gehört hast wie die Arzneiformenlehre, die sich mit der optimalen Darreichungsform eines Wirkstoffes beschäftigt.
Die Pharmazie ist also ideal, wenn du dich nicht auf ein einzelnes naturwissenschaftliches Fach festlegen möchtest. So lernst du, Substanzen, aus denen Arzneimittel hergestellt werden, aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und ihre Mechanismen mit unterschiedlichen Ansätzen zu untersuchen.
Nur so bekommst du ein wirkliches umfassendes Bild, wie ein Arzneistoff im Körper wirkt, wo er genau im Organismus ansetzt, welche Reaktionen er auslöst, wie er abgebaut wird und welche Risiken dabei möglicherweise auftreten. Dabei lernst du natürlich nicht nur viel über Arzneimittel, sondern auch über den Körper, dessen Gesundheit das höchste Ziel ist.
Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung. Oder sprich den Studienfachberater an.

Was solltest du mitbringen?

Was solltest du mitbringen?

Du interessierst dich für Naturwissenschaften? So sehr, dass du dich nicht auf ein einzelnes Fach festlegen möchtest, sondern seine ganze Bandbreite kennen lernen möchtest? Wenn du mit diesem theoretischen Hintergrund einen praxisnahen Heilberuf suchst, ist die Pharmazie dein Fach.
Wenn du gerne experimentierst, z.B. zur Entwicklung von neuen Arzneistoffen in der Industrie oder an der Hochschule , oder du gerne Menschen beraten würdest, dann ist ein Pharmaziestudium für dich genau das Richtige, denn diese ganze Bandbreite von Tätigkeiten steht dir nach einem Pharmaziestudium offen.
Außerdem solltest du gute Englischkenntnisse haben, um die englischsprachige Fachliteratur zu verstehen.
Weil Pharmazie ein so beliebtes Studium ist, erfolgt die Vergabe von Studienplätzen durch die Stiftung für Hochschulzulassung. Aus diesem Grund brauchst du in der Regel auch einen ziemlich guten Notendurchschnitt im Abitur. Alle notwendigen Informationen und Antragsformulare zum Pharmaziestudium in Kiel findest du hier.

Und was machst du nach dem Studium?

Und was machst du nach dem Studium?

Auch in Zukunft wird in Deutschland der Grundsatz gelten, dass Apothekenbesitz und –leitung in einer Hand sind. Es wird also keine Apothekenketten geben.
Wenn du gerne direkt mit Menschen zusammen arbeitest, wenn du sie über Arzneimittel beraten möchtest, um so unmittelbar zu helfen, kann die Apotheke der richtige Arbeitsplatz für dich sein. Nach dem erfolgreichen Studium erlangst du die Approbation, die dich berechtigt, in der öffentlichen Apotheke die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Für diese Approbation ist das 4-jährige Studium – einschließlich eines Praktikums (Famulatur) – und einer 12-monatigen praktischen Ausbildung in Anschluss an das Studium erforderlich. Wenn du dies alles erfolgreich hinter dich gebracht hast, steht deiner Karriere als beliebtester, kompetentester Apotheker der Nachbarschaft kaum noch was im Wege.
Spannende Stellen warten aber auch in der Forschung und Entwicklung an Hochschulen und in der Industrie auf dich, in Krankenhäusern und Behörden. Wofür immer du dich entscheidest: Die Pharmazeuten haben unter allen Akademikern die geringste Arbeitslosigkeitsquote.
Über weitere spätere Beschäftigungsmöglichkeiten informiert dich gern die Studienfachberatung.

Gängige Vorurteile

„Pharmazeuten lernen erst viel auswendig und dann verkaufen sie Medikamente, die sie sich von Medizinern entwickeln lassen.“
Stimmt so gar nicht! Wie in allen anderen naturwissenschaftlichen Studiengängen und der Medizin muss man auch einige "Vokabeln" lernen. Das Hauptziel ist aber, eigenständiges Denken zu fördern, um eine optimale Arzneimittelversorgung zu gewährleisten. Medikamente sollen nicht verkauft, sondern unter Beratung nach strengen Kriterien abgegeben werden. Das Medikament ist ein sehr hohes Gut, welches absolut nicht mit Gebrauchsgegenständen und Nahrungsmitteln gleichgesetzt werden sollte. Mediziner betreuen zwar die klinischen Studien, aber die Arzneistoffe selber werden von Naturwissenschaftlern wie den Pharmazeuten entwickelt.