
Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt die Lehre vom Haushalt und von der Ernährung. Ökotrophologie bezeichnet also die Haushalts- und Ernährungswissenschaften.
Seit den 1960er-Jahren genießt die Ökotrophologie den Rang eines eigenständigen Studienfachs an Universitäten und Fachhochschulen. Damit ist sie im Vergleich zu anderen Studiengängen ein recht junges, modernes Objekt der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. Im Mittelpunkt des Interesses stehen kurz gesagt die Ernährung und Versorgung des Menschen – natürlich immer auch in Bezug zu seiner Umwelt.
Die gesamte Bandbreite der Thematik erstreckt sich von der Lebensmittelverarbeitung und –produktion bis auf deinen Esstisch und letztlich sogar bis in deinen Körper.
Was steckt in den Lebensmitteln? Wie viel Fett oder Zucker braucht der Körper? Wie ernährst du dich gesund und wie bringst du dieses Wissen anderen näher? Wie kann die Lebensmittelproduktion verfeinert, verbessert oder wirtschaftlicher gemacht werden? Wie stellt man hygienisch und gesundheitlich einwandfreie Nahrung her? Welche modernen Technologien stehen dir zur Verfügung, um neue Produkte zu entwickeln? Welche Anforderungen werden in Zukunft auf die Lebensmittelindustrie zukommen? Dies sind nur einige der vielen Fragen, mit denen sich die Ökotrophologie auseinandersetzt.
Ja klar! Das Studium der Ökotrophologie kombiniert verschiedene Disziplinen.
Wie du dir denken kannst, sind Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie ein wichtiger Bestandteil der Ökotrophologie. Schließlich beschäftigt sie sich ja auch mit den Vorgängen im menschlichen Körper und damit, was er braucht und wie er Nahrung verwertet. Außerdem geht’s natürlich auch um die Lebensmittelproduktion, die auf pflanzlichen und künstlichen Grundstoffen basiert.
Genauso wichtig ist es für dich, Einblicke in Teilbereiche der Medizin und der Gesundheitswissenschaften (auch Public Health genannt) zu erhalten. Denn du sollst ja beurteilen können, was gesunde Ernährung ausmacht und welchen Einfluss sie auf die gesamte Gesellschaft haben kann.
Eine schlechte Ernährung großer Bevölkerungsgruppen verursacht zum Beispiel steigende Kosten der Krankenkassen und mindert die Arbeitsleistung – und das kann unter Umständen wiederum die Sozialsysteme belasten. Da es also auch um gesamtgesellschaftliche Fragestellungen geht, werden auch Aspekte der Soziologie in dein Studium einbezogen.
Immer wichtiger werden zudem ökonomische Zusammenhänge. Darum ist in Teilbereichen der Ökotrophologie auch unternehmerisches Denken gefragt. Dein Studium bereitet dich daher sowohl auf Produktentwicklung und Qualitätssicherung als auch auf Vermarktung, Marktanalysen und den Vertrieb von Nahrungsmitteln vor. Aus diesem Grund sind auch Volks- und Betriebswirtschaftslehre Bestandteile deiner Ausbildung.
Die Mathematik und die Informatik sind weitere Hilfswissenschaften der Ökotrophologie.
An der Uni Kiel kannst du im Zuge deines Bachelorstudiums der Ökotrophologie zwischen zwei Studienschwerpunkten wählen: Ernährungswissenschaften oder Ernährungs- und Verbraucherökonomie. Diese Spezialisierung beginnt aber erst in der zweiten Hälfte deines Bachelorstudiums. Deswegen hast du auch noch eine Menge Zeit für die Entscheidung, welche Fachrichtung du einschlagen möchtest.
Weitere Informationen, auch zu den unterschiedlichen Spezialisierungsmöglichkeiten, findest du im Studieninformationsblatt und auf der Fakultätsseite. Du kannst dich natürlich auch bei der Zentralen Studienberatung oder der Studienfachberatung genauer informieren. Dort erhältst du auch Infos zu allen anderen Themen rund um die Ökotrophologie und dein Studium.
Wie du gesehen hast, setzt sich das Bachelorstudium der Ökotrophologie aus vielen unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Natur- und Wirtschaftswissenschaften.
Du solltest also grundsätzliches Interesse an Fragestellungen beider Bereiche mitbringen. Bei den Naturwissenschaften sind insbesondere Chemie und Biologie, aber auch Physik zu nennen. In diesen Fächern solltest du bereits in der Schule gute Kenntnisse erworben haben.
Auch die Mathematik bildet eine wichtige Grundlage deines Studiums. Wenn du über eine gute schulische Vorbildung verfügst, wird dir im Studium vieles leichter fallen.
An der Uni Kiel wird Wert auf studienbegleitende Praxiserfahrungen gelegt. Dies ist sowohl für dein Studium als auch für dein späteres Berufsleben von großem Vorteil. Aus diesem Grund ist ein mindestens viermonatiges Betriebspraktikum vor oder während deiner Studienzeit verbindlich. Information zu Praktika im In- und Ausland erhältst du hier.
Der Bachelorstudiengang Ökotrophologie ist an der Uni Kiel zulassungsbeschränkt. Das heißt: Du musst dich für einen Studienplatz bewerben. Wie das geht und was du beachten musst, erfährst du beim Studierendenservice - Bereich Bewerbung und Zulassung - der Universität Kiel.
Da dein Studium der Ökotrophologie sehr breit angelegt ist, bist du sehr flexibel und es eröffnen sich dir je nach Spezialisierung vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.
Insbesondere für Aufgaben, die an Schnittstellen zwischen Natur-, Sozial.- und Wirtschaftswissenschaften liegen, bist du bestens ausgebildet. Mögliche Arbeitsfelder für dich sind zum Beispiel:
Über weitere spätere Beschäftigungsmöglichkeiten informieren dich die Studienfachberaterinnen und Studienfachberater.
Im Studium lernst du kochen.
Das stimmt natürlich überhaupt nicht! Tatsächlich geht es um hochaktuelle Themen, die jeden von uns betreffen und eine hohe gesellschaftliche Relevanz haben.
Zentrale Studienberatung
Studienfachberatung Ökothrophologie
Interview aus der Reihe Steckbrief Studienfächer
Homepage der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät
Studieninformationsblatt Ökotrophologie, Bachelor
Studieninformationsblatt Bachelor- und Masterstudiengänge
Praktika
Fachschaft Ökothrophologie