Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Mathematik - Bachelor

Mathematik – was ist das?

Mathe? Weiß doch jeder was das ist, denkst du jetzt sicher. Und grundsätzlich hast du natürlich Recht damit. Die Mathematik, die an der Universität gelehrt wird, ist dieselbe wie an der Schule. Aber zum Beispiel die Herangehensweise ist eine andere.
Vereinfacht gesagt besteht ein Unterschied darin, dass du in der Schule mathematische Formeln zum Beispiel zur Berechnung einer Fläche oder bei der Kurvendiskussion in erster Linie anwendest. An der Uni dagegen wird danach gefragt, woher diese Formel kommt, wie sie sich beweisen lässt und was für Verallgemeinerungen man daraus ableiten kann.
Das bringt es mit sich, dass du auch viel tiefer in die Mathematik eintauchen wirst und viel komplexere Problemstellungen auf dich warten werden, als du es aus der Schule gewohnt bist.
Einer der interessantesten Aspekte der modernen Mathematik ist, dass sie die Grundlage für alle Natur- und Ingenieurswissenschaften darstellt. Aber auch aus wirtschafts- und finanzwissenschaftlichen Bereichen, der Medizin und auch vielen Gesellschaftswissenschaften ist sie heutzutage nicht mehr wegzudenken.
In jedem Handy, Flugzeug, Computertomographen und -spiel steckt ebenso Mathematik wie in jedem MP3-Song und jeder Solarzelle. Im Grunde alle technischen Errungenschaften der letzten 50 Jahre entspringen mehr oder weniger direkt dieser Wissenschaft.
Grund für diese universelle Anwendbarkeit der Mathematik sind die Allgemeingültigkeit und Abstraktheit der untersuchten mathematischen Strukturen und ihrer Methoden. Dadurch erklärt sich auch, dass in dieser Grundlagenwissenschaft eine messerscharfe begriffliche Präzision unerlässlich ist. Deshalb ist ein großes Interesse an der Theorie vonnöten.
Wie du siehst ist die Mathematik also abstrakt und praktisch zugleich. Ihre Strukturen und Arbeitsweisen kannst du auf eine Unmenge von Problemen anwenden und diese damit oftmals lösen. Alle möglichen Prozesse lassen sich mit ihrer Hilfe begreifen, beschreiben oder verbessern.
Aus diesen Gründen ist das Studienfach Mathematik auch mit einer Vielzahl von anderen Fächern vernetzt.

Geht´s noch ein bisschen genauer?

Geht´s noch ein bisschen genauer?

Ja klar! Dein Bachelorstudium der Mathematik vermittelt dir fundierte mathematische Kenntnisse und trainiert dein Abstraktionsvermögen sowie dein konzeptionelles, analytisches und logisches Denken.
Außerdem wirst du lernen Probleme besser zu erkennen, einzuordnen, zu formulieren und auch zu lösen. In diesem Zuge wirst du die Bedeutung von mathematischer Modellierung und Problemlösungsstrategien verstehen lernen.
Und das Beste am Mathematikstudium: Du musst das alles nicht auf Anhieb alleine schaffen und verstehen. Fester Bestandteil deines Studiums werden Übungen sein, in denen du mit deinen Kommilitonen zusammen und mit der Hilfe eines Tutors über mathematische Probleme diskutierst und ihr euch gemeinsam einer Lösung nähert.
Und auch außerhalb der offiziellen Übungen, bilden sich immer ganz schnell Lerngruppen, in denen man gemeinsam an Aufgaben arbeiten kann.
Über die Fachkenntnisse hinaus, wirst du in deinem Studium neben grundlegenden Kenntnissen des wissenschaftlichen Arbeitens und der Methoden auch Flexibilität, den souveränen Umgang mit elektronischen Medien und Grundkenntnisse der Programmierung erwerben.
Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung. Oder sprich die Studienfachberater an.

Was solltest du mitbringen?

Was solltest du mitbringen?

Grundsätzlich sind natürlich gute Kenntnisse der Schulmathematik wichtig, um dir den Start ins Studium zu erleichtern.
Aber auch eine gute Ausdrucksfähigkeit in der deutschen Sprache solltest du mitbringen. Da ein Großteil der Sekundärliteratur ausschließlich in englischer Sprache vorliegt, ist deren gute Beherrschung unverzichtbar.
Neben diesen Grundvoraussetzungen solltest du vor allem Freude an der Analyse komplexer Sachverhalte haben. Das kann in manchen Fällen richtig langes Knobeln erfordern. Deswegen musst du auch über längere Zeit konzentriert arbeiten können und auch mal Geduld haben.
Der Drang Probleme zu lösen und Klarheit zu schaffen ist als Ansporn unverzichtbar. Dabei bisweilen selbstkritisch zu sein, ist nicht nur bei der Teamarbeit ein Charakterzug, der dir vieles leichter machen wird. Für einen guten Start kannst du an der Uni Kiel vor Vorlesungsbeginn an einem zweiwöchigen Vorkurs Mathematik teilnehmen. So kannst du dein Schulwissen auffrischen und erweitern. Weitere Informationen erhältst du beim IPN – Leibnizinstitut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik.
Falls Du Mathematik mit dem Ziel Lehramt studierst, solltest du natürlich Lust darauf haben, später Kinder und Jugendliche zu unterrichten. Zudem stehen dir bei Fragen die Fachberaterinnen für den Lehrerberuf (ZfL) zur Verfügung.
Da das Studienfach Mathematik zurzeit an der Uni Kiel nicht zulassungsbeschränkt ist, brauchst du dich nicht zu bewerben. Informationen zur Einschreibung und was du dafür beachten musst, erhältst du beim Studierendenservice - Bereich Einschreibung und Studienangelegenheiten - der Universität Kiel.

Und was machst du nach dem Studium?

Und was machst du nach dem Studium?

Mathematiker werden fast überall gebraucht.
Das stimmt so zwar nicht ganz, aber für dich als Absolventin oder Absolvent eines mathematischen Studiengangs eröffnen sich tatsächlich viele Möglichkeiten.
So kannst du bei Versicherungen und Banken genauso arbeiten wie in der Industrie, in der IT-Branche, in Unternehmensberatungen oder im Öffentlichen Dienst. Überall da, wo komplexe Fragestellungen oder Prozesse anfallen, die gelöst werden wollen, sind Mathematiker gefragt.
Ein Bachelorabschluss ist zudem Voraussetzung für einen weiterführenden Studiengang  wie den Master. Dort kannst du dich weiter spezialisieren und deine wissenschaftliche Qualifikation ausbauen. Und eins ist klar: je anspruchsvoller oder forschungsorientierter eine Tätigkeit ist, umso weniger kannst du darauf verzichten.
Über weitere spätere Beschäftigungsmöglichkeiten informiert dich gern die Studienfachberatung.

Gängige Vorurteile

Mathematiker sind alles Freaks, die in ihrem Kämmerlein sitzen und über hyperabstrakten Problemen brüten.
Falsch! Mathematiker sind keine weltfremden Einzelgänger, auch wenn das „stille Kämmerlein“ für sie unverzichtbar ist, um dort in konzentrierter Alleinarbeit zugegebenermaßen abstrakte Probleme zu lösen. Hat sich hier der Erfolg eingestellt, ist es absolut sinnvoll, sich mit Kommilitonen auszutauschen, die sich vorher ebenfalls schon mit dem Problem beschäftigt haben. Dies ist eine starke positive Ergänzung und Vertiefung.
Gerade durch die Anwendbarkeit der Mathematik auf eine Vielzahl anderer Wissenschaften, stellt auch der interdisziplinäre Kontakt einen wichtigen und notwendigen Blick über den Tellerrand hinaus dar.

Weiterführende Informationen findest du hier: