Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Informatik - Bachelor

Fach-Guide Informatik

Informatik – was ist das?

Der Begriff Informatik setzt sich zusammen aus den Wörtern Information und Automatik. Er lässt sich historisch auf das französische Wort "Informatique" (Wissenschaft der Information und deren Verarbeitung) zurückführen, das im Laufe der Zeit eingedeutscht worden ist. Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen mit Hilfe von Computern.

Hervorgegangen aus der Mathematik und den Ingenieurswissenschaften prägt und verändert die Informatik unsere heutige Lebens- und Arbeitswelt wie kaum eine andere Wissenschaft. Oder kannst du dir dein Leben ohne Internet, MP3s oder ohne digitale Fotografie vorstellen?

Aber die praktischen Auswirkungen der Informatik sind noch viel größer. Ohne Informatik wäre die Meteorologie bei ihren Wetter- oder Klimavorhersagen wirklich aufgeschmissen. Auch die Wirtschaft ist bei ihren immer komplexer werdenden Aufgaben und Arbeitsabläufen, zum Beispiel bei der Logistik, auf die Hilfe der Informatik angewiesen. Und die Erforschung des Weltraums wäre ohne Informatik nicht denkbar.

Auch in Zukunft werden sich den Menschen immer mehr und immer neue Herausforderungen stellen, die nur mit Hilfe der Informatik zu bewältigen sein werden.

Geht's noch ein bisschen genauer?

Geht's noch ein bisschen genauer?

Aber sicher! Es geht in der Informatik darum, Daten möglichst effizient und effektiv zu speichern, zu verarbeiten oder auszutauschen.

Dafür entwickelt die Informatik theoretische Konzepte, auf denen die technische Umsetzung und die praxisorientierten Problemlösungen basieren.

Es geht also für dich auch ums Programmieren und das Erlernen von Programmiersprachen - aber das ist nur ein kleiner Teil deines Studiums. Im Informatikstudium wirst du dich mit theoretischen Grundlagen und Grundsatzfragen beschäftigen. Dazu gehören Fragen wie „Wie ist ein Rechner grundsätzlich technisch aufgebaut?“, „Wie erarbeitest du eine besonders effektive Befehlskette, einen so genannten Algorithmus?“ und „Was sind die mathematischen Grundlagen dafür?“

Am Ende deines Studiums sollst du Modelle zur Beschreibung von komplexen Systemen entwickeln können, die wesentlichen Einflussgrößen erkennen und dich schnell und selbstständig in jedes neue Programmierkonzept einarbeiten können.

Informatik wird als Ein-Fach-Bachelorstudiengang und als Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang angeboten. Bei einem Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang brauchst du ein weiteres Fach, das du mit Informatik kombinieren kannst. Informationen zu den Fächerkombinationen und den Strukturen der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengänge findest du im Studieninformationsblatt Bachelor- und Masterstudiengänge. Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung. Oder sprich den Studienfachberater an.

Was solltest du mitbringen?

Was solltest du mitbringen?

Als angehende Informatikerin oder angehender Informatiker hast du es mit einer immer komplexer werdenden Technik zu tun. Grundsätzlich solltest du also Lust haben, richtig knifflige Probleme zu untersuchen.

Du solltest außerdem Spaß daran haben, dich immer neuen Herausforderungen zu stellen. Kreativität und Erfindergeist sind dabei genauso wichtig wie Ausdauer. Denn manchmal kommen die wirklich guten Ideen erst nach langer, gemeinsamer Tüftelei.

Gute Mathematik-Kenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für dein Studium. Für einen guten Start kannst du an der Uni Kiel vor Semesterbeginn an einem zweiwöchigen mathematischen Vorkurs teilnehmen. So kannst du dein Schulwissen auffrischen und erweitern. Hier findest du alle weiteren Infos zu diesem Kurs. Ebenso sind gute Englischkenntnisse von Vorteil, da ein Großteil der Fachliteratur auf Englisch vorliegt.

Denke daran, dass du nach dem abgeschlossenen Informatikstudium nicht nur in der Entwicklung arbeiten, sondern oftmals Beratungstätigkeiten ausüben wirst. Deswegen solltest du die Fähigkeit mitbringen oder entwickeln, komplexe Probleme möglichst einfach zu erklären, in Konflikten zu vermitteln und als Projektmanager bzw. Projektmanagerin die Arbeitsschritte zu koordinieren.

Wenn du Informatik studierst,  um später Lehrerin oder Lehrer zu werden, solltest du natürlich zusätzlich Lust darauf haben, Kinder und Jugendliche zu unterrichten. Mehr zum Thema Lehramt findest du hier. Zudem stehen dir bei Fragen die Fachberaterinnen für den Lehrerberuf (ZfL) zur Verfügung.

Da das Studienfach Informatik zurzeit an der Uni Kiel nicht zulassungsbeschränkt ist, brauchst du dich nicht zu bewerben. Informationen zur Einschreibung und was du dafür beachten musst, erhältst du beim Studierendenservice - Bereich Einschreibung und Studienangelegenheiten - der Universität Kiel.

Was machst du nach dem Studium?

Was machst du nach dem Studium?

Nach deinem Studium kannst du an der Hard- und Softwareentwicklung von Datenverarbeitungssystemen mitarbeiten. Des Weiteren kannst du auf Anwenderseite Einsatz zeigen - zum Beispiel bei der Pflege und Weiterentwicklung bestehender Systeme, bei der Systemanalyse oder in der Entwicklung anwenderspezifischer Software. Heutzutage kommen studierte Informatiker und Informatikerinnen immer häufiger auch in Ausbildungs- und Schulungsbereichen oder im Projektmanagement bei Unternehmen unter oder sie üben Beratungs- oder Koordinierungstätigkeiten aus.

Da es sich bei der Informatik um eine Schnittstellendisziplin handelt, auf deren Hilfe viele verschiedene Branchen angewiesen sind, steht eine große Zahl verschiedener Jobs für dich bereit.

Auch Lehrerin oder Lehrer ist ein möglicher Beruf, den du mit dem entsprechenden Informatikstudium (s. o.) angehen kannst.

Über die späteren Beschäftigungsfelder kannst du dich bei der Studienfachberatung genauer informieren.

Gängige Vorurteile

Informatikstudenten und -studentinnen sitzen mit bleichen Gesichtern hinter heruntergelassenen Jalousien zu Hause, programmieren bis spät in die Nacht Computerspiele und können als Einzige über synchronisierte Star-Trek-Folgen wirklich herzhaft lachen.

Völliger Quatsch! Kreativität und Teamarbeit sind in der modernen Informatik gefragt, nicht der einsame Tüftler im stillen Kämmerlein. Außerdem programmierst du als Informatiker oder Informatikerin nicht ständig und du bist seltener unmittelbar mit der Hardware beschäftigt. Dein eigentlicher Fokus liegt auf der logischen Infrastruktur, die sich hinter den Flachbildschirmen abspielt.

Weiterführende Informationen findest Du hier: