Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Geowissenschaften - Bachelor

Geowissenschaften – was ist das?

Geowissenschaftler wollen die Erde möglichst umfassend verstehen. Nun ist unser Heimatplanet ein extrem komplexes System. Viel zu komplex, um sich ihr zum Beispiel allein mit der Geographie zu nähern. Aber auch Geologie, Paläontologie, Mineralogie, Geophysik und andere Fächer werfen für sich genommen immer nur einen vergleichsweise kleinen Suchstrahl auf die Erde.
    
Als Geowissenschaftler lernst du, zentrale Aspekte dieser Disziplinen zu vereinen. Damit kannst du das Phänomen Erde in all seiner Vielschichtigkeit untersuchen. Arbeit gibt es reichlich, schließlich reicht der Gegenstand der Geowissenschaften vom Erdinneren zur Oberfläche mit all seinen Erscheinungen bis hinaus in All.

Geht’s noch ein bisschen genauer?

Geht’s noch ein bisschen genauer?

Ja klar! Die Geowissenschaften stellen Fragen, die du teilweise bestimmt schon aus der Schule kennst: Wie kommen Phänomene wie Tsunamis oder Erdbeben zustande?

Welche verschiedenen Gesteinstypen, Minerale und Rohstoffe sind in der Erdkruste vorhanden und wie sind sie entstanden? Wie entwickelte sich das Erdmagnetfeld und was bewirkt es, außer uns auf dem Kompass zu zeigen, wo Norden ist?

In deinem Unistudium wirst du einen fundierten Blick auf die naturwissenschaftlichen Hintergründe dieser Fragen werfen. Die physikalischen und chemischen Prozesse in und auf unserer Erde werden nicht nur gemessen und analysiert, sondern auch modelliert. Man versucht also, aus den Beobachtungen und Untersuchungen allgemeingültige Modelle und schlüssige Vorhersagen abzuleiten.

Als Studentin oder Student der Geowissenschaften erwirbst du tiefe Kenntnisse über unsere Erde – beste Voraussetzung, zur nachhaltigen Entwicklung unseres Lebensraums beizutragen.

Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Zentrale Studienberatung. Oder sprich die Studienfachberaterinnen und -berater der Geowissenschaften an. Die geben dir gern wichtige Informationen über die Fächer und über das Studium. Wir empfehlen dir sehr, diese Angebote der Uni anzunehmen. Es lohnt sich!



Was solltest du mitbringen?

Was solltest du mitbringen?

Grundsätzlich solltest du dich für die Kräfte begeistern, die in und auf unserem Planeten walten. Außerdem solltest du neugierig sein auf die komplizierten Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den Prozessen, die unsere Erde gestaltet haben und täglich neu gestalten.

Ohne naturwissenschaftliche Grundlagen kannst du diese Vorgänge allerdings weder verstehen noch analysieren. Darum brauchst du gute bis sehr gute schulische Kenntnisse in den Naturwissenschaften, in erster Linie in Physik, Mathematik und Chemie.

Gute Englischkenntnisse sind auch wichtig, da ein Großteil der Fachliteratur nur auf Englisch vorliegt.
 
Außerdem wird dir ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen im Studium ebenso helfen wie die Fähigkeit zur Teamarbeit. Denn nicht nur in Seminaren, auch im Labor und während der Feldarbeit wirst du oft gemeinsam mit deinen Kommilitonen arbeiten.

Um einen Einblick in das Berufsleben als Geowissenschaftler schon während des Studiums zu erhalten, ist ein mindestens sechswöchiges Berufspraktikum ein zwingender Bestandteil des Studiums.

Der Bachelorstudiengang Geowissenschaften ist an der Uni Kiel zulassungsbeschränkt. Das heißt: Du musst dich für einen Studienplatz bewerben. Wie das geht und was du beachten musst, erfährst du beim Studierendenservice - Bereich Bewerbung und Zulassung - der Universität Kiel.

Was machst du nach dem Studium?

Was machst du nach dem Studium?

Die Geowissenschaften kannst du an der CAU mit dem Bachelor-Grad abschließen. Da dein Studium recht breit angelegt ist, eröffnen sich dir je nach Spezialisierung eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten. 

Mit dem Bachelor hast du einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss in der Tasche und kannst auf Jobsuche gehen. Aber wenn du Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten hast und Interesse daran, deine Fachkenntnisse zu vertiefen, kannst du einen Masterstudiengang anschließen. Näheres zu den unterschiedlichen Möglichkeiten erfährst du hier.

Mögliche Arbeitsfelder für dich als Geowissenschaftlerin oder Geowissenschaftler sind zum Beispiel:

  • Ingenieurgeologie (z. B. Erkundung von Baugrund, Altlastensanierung)
  • Hydrogeologie (z. B. Erkundung von potentiellen Grundwasservorräten)
  • Umweltschutz
  • Küstenschutz
  • Rohstoffversorgung (z. B. Erschließung von Ressourcen aller Art) und Grundstoffindustrie
  • Energiewirtschaft (z. B. Geothermie)
  • Forschungseinrichtungen
  • Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden

Über Spezialisierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten informieren dich die zuständigen Studienfachberaterinnen und -berater.

 

Gängige Vorurteile

Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler sind ständig auf Exkursionen. Dabei schauen sie in den Himmel, lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen und gleichzeitig die Beine im Wasser baumeln. Und sie sammeln Gesteine.

Zugegeben, Exkursionen stehen schon auf dem Programm. Schließlich ist unser Planet unser Forschungsobjekt und den muss man sich auch mal „vor Ort“ anschauen. Aber die Feldarbeit ist kein reines Zuckerschlecken, da wird hart gearbeitet. Muskelkater und Schlafmangel sind vorprogrammiert!