
Die Geographie setzt sich sowohl mit der physischen Form, Entwicklung und Oberfläche der Erde auseinander, als auch mit dem Einfluss des Menschen auf die geographischen Gegebenheiten. Geographen beobachten und analysieren daher auch, wie der Mensch seine Umwelt formt und strukturiert.
Der Einfluss des Menschen auf die Umwelt und die Erde ist vielfältig. Daher wirst du in deinem Studium zum einem gesellschaftliche, wirtschaftliche, ökologische und politische Aspekte in deine Betrachtungen einbeziehen. Zum anderen wirst du dich auch mit Gesichtspunkten beschäftigen, die der physischen Geographie zugeordnet werden (zum Beispiel das Klima).
In dieser Zweiteilung spiegelt sich auch die grobe Aufteilung des Fachs in die naturwissenschaftlich orientierte physische Geographie und die gesellschaftswissenschaftlich geprägte Humangeographie wider. Das entscheidende Bindeglied zwischen den Natur- und Gesellschaftswissenschaften ist dabei der Raum.
Die Geographie nimmt verschiedene zeitliche Perspektiven ein: Sie betrachtet vergangene und gegenwärtige Prozesse und versucht, Aussagen über zukünftige Entwicklungen zu treffen.
Wie du siehst handelt es sich bei der Geographie um eine sehr vielseitige Wissenschaft, die interdisziplinäres Denken fordert und fördert.
Ja klar! Ein Schwerpunkt deiner wissenschaftlichen Ausbildung liegt auf der Vermittlung einer fachspezifischen Methodik. Du wirst lernen, wie man geographische Informationen erfasst, verknüpft, analysiert, bewertet und darstellt.
In Empirik lernst du, wie Geographen Daten erfassen und weiterverarbeiten. Zwei weitere Felder der Datenerfassung und Weiterverarbeitung sind zum einen Geographische Informationssysteme (GIS), bei denen eine Karte mit einer Datenbank verknüpft wird. Der Routenplaner im Internet ist so ein GIS. Zum anderen wertest du in der Fernerkundung Luft- und Satellitenbilder aus. In der Kartographie triffst du auf alle Formen der Aufbereitung und Darstellung von Informationen in Gestalt von Karten, Plänen und Diagrammen.
Insbesondere die Geoinformatik (also GIS und Fernerkundung) ist in den letzten Jahrzehnten durch die Entwicklungen in der Computertechnik und Informatik zu einem neuen Forschungsfeld innerhalb der Geographie herangewachsen und hat die Darstellungs- und Auswertungsmöglichkeiten revolutioniert. In diesem Umfeld wird an Informationssystemen geforscht und gearbeitet, die alle zur Verfügung stehenden geographischen Daten verbinden und nutzbar machen können.
Viel Platz wird in deinem Studium auch den so genannten Schlüsselqualifikationen eingeräumt. In zahlreichen Veranstaltungen kannst du Präsentations- und Moderationskompetenzen erwerben oder deine Teamfähigkeit trainieren. Wenn du Geographie als Ein-Fach-Bachelorstudiengang studierst, kannst du zusätzliche Nebenfächer wählen und so dein interdisziplinäres Denken fördern.
Obendrein hilft dir dein Studium, insbesondere der Ein-Fach-Bachelorstudiengang, dich frühzeitig auf die Anforderungen der Praxis vorzubereiten, indem du dich fachlich wie methodisch spezialisierst. Mögliche Wahlmodule sind zum Beispiel Stadtökologie, Klimawandel und Landschafts- oder Stadtplanung, Wirtschaftsgeographie oder Demographischer Wandel und Migration (die ganze Liste findest Du unter der Speziellen Geographie).
Auch durch die Wahl deines Exkursionsmoduls kannst du dein Profil weiter schärfen.
Andere Wahlmöglichkeiten und weitere Informationen zur Geographie sowie zu dem Unterschied zwischen dem Ein-Fach- und Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang gibt dir das Studieninformationsblatt. Weitere Details findest du auch auf der Seite Bachelorstudium allgemein.
Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung. Oder sprich die Studienfachberater an.
Der Bachelorstudiengang Geographie ist an der CAU Kiel zulassungsbeschränkt. Das heißt für dich: Du musst dich für einen Studienplatz bewerben. Wie das geht und was du dabei beachten musst, erfährst du beim Studierendenservice - Bereich Bewerbung und Zulassung - der Universität Kiel.
Aber abgesehen vom Bewerbungsprozedere gibt es auch einige grundsätzliche Voraussetzungen, die du für ein Studium der Geographie mitbringen solltest. So sind gute Englischkenntnisse eine wichtige Voraussetzung. Weitere Weltsprachen wie Spanisch oder Französisch sind natürlich auch von Vorteil, da Geographen weltweit unterwegs sind. Ebenso solltest du ein mathematisches Grundverständnis mitbringen. Geographen sind keine Mathematiker, aber der Satz des Pythagoras und Statistik werden wieder im Laufe des Studiums von Dir verlangt.
EDV-Kenntnisse der gängigen Office-Programme wie Word, Excel und Powerpoint werden vorausgesetzt. Die Fähigkeit, Sachverhalte kritisch, fakten- und zielorientiert zu analysieren, rundet dein Profil ab.
Um für die Bachelorprüfung zugelassen zu werden, musst du während deines Studiums außeruniversitäre Berufspraktika von mindestens dreimonatiger Länge vorweisen. Praktika sind aber auch jenseits dieser Zulassungsbeschränkung äußerst empfehlenswert. Sie erleichtern dir zum einen den Einstieg ins Berufsleben. Zum anderen lernst du auch verschiedene Tätigkeiten und Branchen kennen und findest viel schneller heraus, auf welches berufliche Einsatzgebiet du dich spezialisieren möchtest.
Falls Du einen Lehrberuf anstrebst, solltest du natürlich auch Lust darauf haben, Kinder und Jugendliche zu unterrichten. Mehr zum Thema Lehramt findest du hier. Zudem stehen dir bei Fragen die Fachberaterinnen für den Lehrerberuf zur Verfügung.
Bei dieser Frage muss man zwischen den Studiengängen Ein-Fach-Bachelor und Zwei-Fächer-Bachelor unterscheiden.
Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang Geographie richtet sich in erster Linie an dich, wenn du eine Lehrtätigkeit anstrebst. Genauere Informationen zum Lehramtsstudium erhältst du auf dieser Seite und beim Zentrum für Lehrerbildung.
Der Ein-Fächer-Bachelor bereitet dich unter anderem auf folgende Tätigkeitsfelder vor:
Dieser Bachelorabschluss ist zudem Voraussetzung für einen weiterführenden Studiengang wie den Master. Dort kannst du dich spezialisieren und deine wissenschaftliche Qualifikation ausbauen.
Über Spezialisierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten informieren dich die zuständigen Studienfachberaterinnen und -berater.
Geographie studiert man, weil man gut in Erdkunde war und weil man gerne reist.
Ganz deutlich: Selbst beide Gründe zusammengenommen reichen nicht aus. Denn oft wird die „technische“ Seite der Disziplin stark unterschätzt. Die Naturwissenschaften nehmen einen wichtigen Platz im Studium ein und Mathematik ist eines der wichtigsten Instrumentarien für einen Geographen oder eine Geographin. Und was das Reisen betrifft – sicher, du unternimmst Exkursionen während deines Studiums. Die aber bedeuten für dich zumindest auch Arbeit und nicht nur lässige Zeit am Strand.
Zentrale Studienberatung
Studienfachberatung
Studieninformationsblatt Geographie, Bachelor
Studieninformationsblatt Bachelor- und Masterstudiengänge
Interview aus der Reihe "Steckbrief Studienfächer"
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