
Chemie durchdringt unser ganzes Leben. Deine DNS zum Beispiel ist pure Chemie. Und auch viele deiner Körperfunktionen basieren auf chemischen Prozessen. Selbst im Alltag begegnet uns die Chemie auf Schritt und Tritt. Beim Backen und Kochen (und nicht nur in der Tütensuppe), in Wandfarben, Kopfschmerztabletten, in Kraft- und Werkstoffen, Verpackungen, Papier und in Kosmetika – überall ist Chemie am Werk.
Aber Chemiker erfinden nicht nur alltägliche Gebrauchsgegenstände. Sie gehen den Dingen auf den Grund – durch quantitative und qualitative Analysen. Sie erforschen die Eigenschaften, die Zusammensetzung und die Umwandlung von Stoffen und Verbindungen, um ein besseres Verständnis unserer Umwelt zu erlangen. Und auch, um neue, nicht in der Natur vorkommende Stoffe herzustellen. Die fachlichen und praktischen Grundkenntnisse dafür vermittelt dir das Bachelorstudium der Chemie.
Im Mittelpunkt deines allgemeinen naturwissenschaftlichen Rüstzeugs stehen neben der Chemie insbesondere die Mathematik und die Physik. Des Weiteren wirst du die wissenschaftlichen Methoden des Faches Chemie kennen- und diese in Theorie und Praxis anwenden lernen. So erhältst du einen Überblick über das gesamte Fachgebiet und seine Systematik.
Grundsätzlich bereitet dich das Bachelorstudium darauf vor, Probleme und fächerübergreifende Zusammenhänge selbstständig zu erkennen und zu bearbeiten. Wenn du einen Lehrberuf anstrebst, werden dir natürlich auch erste Grundkompetenzen für die angemessene Vermittlung des Faches beigebracht.
Ja klar! Das Studienfach Chemie setzt sich aus vielen unterschiedlichen Fachgebieten zusammen. Einige wirst du sicher schon aus eigener Erfahrung aus der Schule kennen, von anderen hast du vielleicht schon einmal gehört. Von der Tiefe und Komplexität, die das Fach an der Universität erreicht, ist die Schulchemie jedoch weit entfernt.
Einer der wichtigsten Teilbereiche ist die anorganische Chemie, die sich mit allen Elementen des Periodensystems und ihren Verbindungen beschäftigt. Das Element Kohlenstoff jedoch spielt, wie du sicher weißt, eine Sonderrolle. Um dieses und seine Verbindungen mit Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Phosphor und Schwefel kümmert sich die organische Chemie.
Weitere Teilgebiete, die du während deines Studiums kennenlernen wirst, sind die physikalische Chemie, welche die chemischen Aspekte der Thermodynamik, der Elektrochemie und der Kinetik untersucht, und die theoretische Chemie. Diese beschreiben die Vorgänge bei Reaktionen nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ. Für die oft sehr komplexen Rechnungen wirst du auf die Unterstützung von Computern und das Wissen der Informatik zurückgreifen müssen. Mit der biologischen Chemie oder medizinischen Chemie wirst du hingegen weniger zu tun haben, da es hierfür an der CAU den separaten Studiengang Biochemie gibt.
Bleibt noch die Supramolekulare Chemie, die sich mit aus Molekülen zusammengesetzten Suprastrukturen, z.B. Enzymen, oder die Kolloidchemie, die sich mit Kolloiden, winzigen Tröpfchen in einer Dispersionslösung, und was man damit macht, z.B. in der Nahrungsmittel- oder Kosmetikindustrie, beschäftigt.
Und da Kiel direkt an der Ostsee liegt, bietet dir die CAU das Spezialgebiet Meereschemie an. Diese beschäftigt sich mit den Eigenschaften des Meerwassers, seinen Inhaltsstoffen und den Umwandlungen, die im Wasser stattfinden oder durch das Wasser verursacht werden.
Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung. Oder sprich die Studienfachberater an.
Der Bachelorstudiengang Chemie ist an der CAU Kiel zulassungsbeschränkt. Das heißt für dich: Du musst dich für einen Studienplatz bewerben. Wie das geht und was du dabei beachten musst, erfährst du beim Studierendenservice - Bereich Bewerbung und Zulassung - der Universität Kiel.
Aber abgesehen vom Bewerbungsprozedere solltest du einige grundsätzliche Voraussetzungen für ein Studium der Chemie mitbringen. Für einen guten Start kannst du an der Uni Kiel vor Vorlesungsbeginn an einem zweiwöchigen Vorkurs Chemie teilnehmen. So kannst du dein Schulwissen auffrischen und erweitern. Weitere Informationen erhältst du beim IPN – Leibnizinstitut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik. Bedingt durch den interdisziplinären Charakter des Faches erleichtern dir gute Kenntnisse in Physik und Mathematik dein Studium sehr.
Auch gute Englischkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für dein Studium, da ein Großteil der Fachliteratur ausschließlich in dieser Sprache vorliegt.
Selbstverständlich ist ein generelles Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen sowie Freude am selbstständigen und zielgerichteten Experimentieren wichtig.
Falls Du einen Lehrberuf anstrebst, solltest du natürlich auch Lust darauf haben, Kinder und Jugendliche zu unterrichten. Mehr zum Thema Lehramt findest du hier. Zudem stehen dir bei Fragen die Fachberaterinnen für den Lehrerberuf zur Verfügung.
Bei dieser Frage sollte man zwischen den Studiengängen Ein-Fach-Bachelor und Zwei-Fächer-Bachelor unterscheiden.
Als Absolventin oder Absolvent des Ein-Fach-Bachelorstudiengangs der Chemie stehen dir grundsätzlich Positionen in folgenden Branchen offen:
Der Bachelorabschluss ist zudem Voraussetzung für einen weiterführenden Studiengang wie den Master. Dort kannst du dich spezialisieren und deine wissenschaftliche Qualifikation ausbauen.
In diesem Zusammenhang möchten wir dich darauf hinweisen, dass ein Bachelor im Fach Chemie zwar grundsätzlich einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss darstellt, für viele Tätigkeitsbereiche jedoch ein höherer Abschluss wie der Master oder gar die Promotion nötig ist.
Über deine Chancen und weitere künftige Beschäftigungsmöglichkeiten informiert dich gern die Studienfachberatung.
Das Zwei-Fächer-Bachelorstudium der Chemie soll dich in erster Linie auf eine spätere Lehrtätigkeit vorbereiten. Je nach Fächerkombination und Abschlussnote stehen dir unter Umständen auch ein fachwissenschaftlicher Masterstudiengang sowie die oben genannten Positionen offen. Auch zu diesen Themen beraten dich die Zentrale Studienberatung und die Studienfachberatung. Auch das Zentrum für Lehrerbildung steht dir hilfreich zur Seite.
"So sind sie die Chemiker: Augenringe vom vielen Lesen, Experimentieren und den engsitzenden Laborbrillen, leicht käsig vom dauerhaften Neonlicht und diversen Dämpfen – dafür aber schon mit 27 Doktor."
Richtig ist, dass ein Chemiestudium viel Arbeit bedeutet und du gerade durch die Praktika viel Zeit an der Uni verbringen wirst. Es ist aber auch extrem abwechslungsreich und sehr praxisorientiert. Und was die Dämpfe angeht – die Labore verfügen alle über leistungsstarke Abzüge.
Zentrale Studienberatung
Studienfachberatung
Studieninformationsblatt Chemie, Bachelor
Studieninformationsblatt Bachelor- und Masterstudiengänge
Zentrum für Lehrerbildung
Interview aus der Reihe "Steckbrief Studienfächer"
Sektion Chemie der CAU Kiel
Auslandsstudium
Fachschaft Chemie