Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Betriebswirtschaftslehre - Bachelor

Betriebswirtschaftslehre – was ist das?

Schon vor Jahrtausenden hat der Mensch angefangen, Waren handwerklich zu produzieren und Handel zu treiben. Heute prägt industrielle Produktion, das Angebot vielfältiger Dienstleistungen sowie weltumspannender Handel das wirtschaftliche Leben. Funktionsfähige Finanzmärkte sind dabei eine wichtige Voraussetzung für die Tätigkeit der Unternehmen.

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) beschäftigt sich mit den Entscheidungen, die in Unternehmen getroffen werden. Grob gesagt untersucht und erklärt die BWL, wie Entscheidungen koordiniert und Unternehmen effizient geführt werden müssen, damit sie im Wettbewerb bestehen und erfolgreich agieren können.

Dabei werden alle in einem Unternehmen wichtigen Funktionen unter die Lupe genommen. Dazu gehören die Arbeitsabläufe bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen, aber auch das Marketing, das Rechnungswesen oder die Finanzierung.

Auch die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen. Natürlich dürfen bei der Auseinandersetzung mit Entscheidungen in einzelnen Unternehmen und ihren Funktionsbereichen, die Einflüsse der Märkte und gesamtwirtschaftliche Aspekte nicht außer Acht gelassen werden. Daher ist die Volkswirtschaftslehre nicht nur eine Nachbardisziplin, sondern wichtiger Bestandteil der Ausbildung in der BWL.

Geht’s noch ein bisschen genauer?

Geht’s noch ein bisschen genauer?

Ja klar, wie Du Dir jetzt vorstellen kannst, sind vielfältige unternehmerische Entscheidungen und Zusammenhänge zu bedenken.

Um betriebswirtschaftliche Probleme strukturiert anzugehen, unterscheidet man nach den verschiedenen Funktionen (insbes. Beschaffung, Produktion, Absatz, Finanzierung und Rechnungswesen) oder nach der Art der Unternehmen (Industrie- oder Dienstleistungsunternehmen, Banken, Versicherungen etc.).

In der Kieler BWL wird der funktionale Ansatz verfolgt. Schließlich sind viele Funktionen, wie zum Beispiel das Rechnungswesen, für alle Unternehmen wichtig. Im Studium wirst Du in die zentralen Zusammenhänge und Entscheidungskriterien der betrieblichen Funktionen eingeführt. Im fortgeschrittenen Studium kannst Du dann einzelne Funktionen vertieft kennenlernen.

Wie schon weiter oben erwähnt wurde, spielt auch die Volkswirtschaftslehre eine wichtige Rolle in dem Studium der BWL. Auch die Mathematik ist ein unverzichtbarer Bestandteil in der Analyse betriebswirtschaftlicher Probleme, so dass auch aus diesem Bereich einige Vorlesungen zu besuchen sind.

Auf der Internetseite des Instituts für BWL der CAU findest Du weiteres Informationsmaterial, insbesondere auch einen Studienführer und die Prüfungsordnung.
Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung. Oder sprich die Studienfachberater an.

Was solltest Du mitbringen?

Was solltest Du mitbringen?

Du solltest für ein BWL-Studium natürlich ein prinzipielles Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen mitbringen – ist ja klar!

Zudem werden Dir eine gute Allgemeinbildung, die Fähigkeit zu logischem Denken, und auch Fleiß und Konzentrationsfähigkeit sehr helfen. Außerdem solltest du Ausdauer und eine gute Ausdrucksfähigkeit haben. Das Studium ist recht kurz, damit aber nicht weniger anspruchsvoll. Neben dem Besuch der Lehrveranstaltungen wird von Dir die Bereitschaft und Fähigkeit zur selbständigen Aufarbeitung des Stoffs erwartet.

Wichtig ist, dass Du keine Angst vor formalen Darstellungen hast, keine grundsätzliche Abneigung gegen die Mathematik hegst und auch gute Englischkenntnisse mitbringst. Denn ein Großteil der Fachliteratur liegt nur in Englisch vor.

Eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung oder entsprechende Praktikum sind für das Studium selbst nicht notwendig, für den späteren Berufseinstieg jedoch von Vorteil. Spätestens im Studium, während der vorlesungsfreien Zeit, solltest Du Praktika absolvieren.

Der Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre ist an der Uni Kiel zulassungsbeschränkt. Das heißt: Du musst dich für einen Studienplatz bewerben. Wie das geht und was du beachten musst, erfährst du beim Studierendenservice - Bereich Bewerbung und Zulassung - der Universität Kiel.

Was machst Du nach dem Studium?

Was machst Du nach dem Studium?

Da Du während des Bachelor-Studiums in BWL Einblicke in alle Teilgebiete des Faches erhältst, die Ausbildung also einem generalistischen Ansatz verfolgt, stehen Dir auch vielfältige Einsatzmöglichkeiten offen.

Grundsätzlich kannst Du im mittleren Management von Unternehmen aller Branchen, Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Verbänden und Behörden arbeiten. Je nach dem, welche Schwerpunkte Du im Studium gesetzt hast, wirst Du dann wahrscheinlich in einer entsprechenden Verwendung eingesetzt, so zum Beispiel im Marketing, im Rechnungswesen oder der Finanzwirtschaft.

Über Spezialisierungen und spätere Beschäftigungsmöglichkeiten informiert dich die Studienfachberatung.

Gängige Vorurteile

  1. BWLer sind karrieregeil! Für den eigenen Aufstieg lassen Sie alles stehen und liegen und fahren die Ellenbogen aus.
  2. BWL kann jeder, das ist ein einfaches „Laberfach“
  3. BWLer sehen sich schon zu Beginn des Studiums als kleine Manager und Managerinnen, rosa Ralph-Lauren-Hemden (respektive Blüschen und Pumps), Blackberry und Wirtschaftswoche inklusive – man weiß ja nie, wann der nächste Headhunter vorbeischaut.

Zu 1. Wer nur an die Karriere im späteren Berufleben denkt, wird im Studium nicht erfolgreich sein. Ohne Interesse an dem Fach geht es gar nicht. Und schon im Studium ist Teamarbeit immens wichtig. Wer wirklich erfolgreich sein will, kommt nur durch Ellenbogeneinsatz nicht weit. Aber zugegeben: Das Studium der BWL ist sicherlich nicht die schlechteste Voraussetzung, um in der Wirtschaft Karriere zu machen.

Zu 2. Ein bisschen BWL kann man auch an der Volkshochschule lernen. BWL als Studiengang an einer Universität ist aber eine ernstzunehmende wissenschaftliche Disziplin. Dafür braucht man die entsprechende Neigung und die notwendigen Voraussetzungen (siehe oben, „Was solltest Du mitbringen“).

Zu 3. Diese Spezies ist schon zu Beginn des Studiums extrem selten. In fortgeschrittenen Semestern ist sie gar nicht mehr vertreten. Gerüchten zufolge soll sie an manchen Privathochschulen eher mal anzutreffen sein.
Aber mal ernsthaft: Nicht das Äußerliche zählt, sondern nur das eigene Können und die Leistung, die man abliefert.