Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Agrarwissenschaften - Bachelor

Fach-Guide Agrarwissenschaften

Agrarwissenschaften – was ist das?

Getreide, Eier, Milch, Gemüse, Fleisch, Fisch - bei den Agrarwissenschaften dreht sich alles um unsere Lebensgrundlage!

Grob gesagt lernst du in dem Studium der Agrarwissenschaften, wie Nahrungsmittel erzeugt werden. Du erfährst, worauf es ankommt, damit die Produktion möglichst effizient und die Qualität der Produkte besonders hoch ist. Aber das ist natürlich noch lange nicht alles.

Zum Beispiel stellt die Landwirtschaft mittlerweile nicht nur Nahrungsmittel her. Sie ist mehr und mehr auch als Rohstofflieferant gefragt. Ein Beispiel dafür ist Biodiesel - Biodiesel lässt sich aus verschiedenen ölhaltigen Agrarprodukten gewinnen, beispielsweise aus Raps, Soja oder aus Ölpalmen.

Immer mehr Menschen verbrauchen immer mehr Ressourcen. Das betrifft nicht nur fossile Brennstoffe wie Öl und Gas, sondern auch landwirtschaftliche Produkte. Ein weiterer wichtiger Aspekt deines Studiums ist daher die Nachhaltigkeit der Erzeugung. Denn unsere Ressourcen müssen für die folgenden Generationen geschont werden - bei gleichzeitiger quantitativer wie qualitativer Steigerung des Ertrags. Nur so kann die ständig wachsende Weltbevölkerung ernährt werden. Du lernst auch, ob gentechnisch veränderte Pflanzen oder Biopatente dazu beitragen können, die Welt sicher zu ernähren. Mittlerweile spielt die Landwirtschaft auch eine zentrale Rolle beim Klimaschutz - als Emittent von klimaschädlichen Gasen und als mögliche Kohlenstoffsenke.

Du siehst: Es sind komplexe Aufgaben, mit denen die Agrarwissenschaften konfrontiert sind. Genau aus diesem Grund sind sie auch so spannend. In deinem Studium lernst du die verschiedenen Produktionsmöglichkeiten kennen und entdeckst, was verbessert und verändert werden kann, um allen Menschen auch in Zukunft ausreichend Rohstoffe und Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen.

Geht's noch ein bisschen genauer?

Geht's noch ein bisschen genauer?

Ja klar! In deinem Bachelorstudium der Agrarwissenschaften werden sämtliche Aspekte der Wertschöpfungskette miteinbezogen - vom Saatkorn bis zur Ladentheke.

Das heißt, du wirst vom Anbau, von der Veredelung und der Nutztierhaltung und -züchtung über den Handel und Vertrieb der Produkte bis hin zur Ankunft beim Konsumenten alles kennenlernen, was in diesem Zusammenhang wichtig und beachtenswert ist. Auch Agrar- und Umweltpolitik werden in deinem Studium eine Rolle spielen - dabei werden natürlich auch Fragen der ökologischen Landnutzung berücksichtigt.

Wie du an der Fülle der Themen bereits erkennst, sind die Agrarwissenschaften sehr vielseitig. Sie beziehen ihr Wissen und ihre Methoden aus verschiedenen Fachrichtungen. Dein Studium wird wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fächer ebenso beinhalten wie naturwissenschaftliche und technische Fachbereiche.

Eine Grundlage der Agrarwissenschaften bilden zum Beispiel Chemie, Physik und natürlich auch die Biologie. Aber auch betriebs- und volkswirtschaftliche Kurse bereiten dich auf dein späteres berufliches Einsatzgebiet vor.

Im zweiten Teil deines Bachelorstudiums kannst du dich spezialisieren und dich ganz gezielt auf deinen späteren Wunschberuf vorbereiten. An der Uni Kiel kannst du zwischen den Fachrichtungen Nutzpflanzenwissenschaften, Nutztierwissenschaften, Agrarökonomie und Agrarbusiness sowie Umweltwissenschaften wählen.

Wenn du mehr über die Studienmöglichkeiten an der Uni Kiel erfahren möchtest, wende dich bitte an die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung. Oder sprich die Studienfachberater an.

Was solltest du mitbringen?

Was solltest du mitbringen?

Wie du gesehen hast, setzt sich das Bachelorstudium der Agrarwissenschaften aus vielen unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Wichtig ist, dass du dich für Naturwissenschaften begeisterst. Denn insbesondere Physik, Chemie und Biologie bilden eine wichtige Grundlage deines Studiums.

Die Produktion von Nahrungsmitteln und pflanzlichen Rohstoffen hat sich mittlerweile zumindest teilweise zu einer echten Hightech-Industrie entwickelt, die mit modernen Technologien arbeitet. Deswegen sollten dich natürlich auch die technischen Hintergründe und Möglichkeiten interessieren.

Des Weiteren solltest du wirtschaftliche Zusammenhänge schnell erfassen können. Denn zum Beispiel in der landwirtschaftlichen Produktion sind Kenntnisse betrieblicher Prozesse entscheidend. Aber auch in vielen anderen Berufszweigen spielt die Ökonomie eine wichtige Rolle.

Die Uni Kiel legt Wert auf studienbegleitende Praxiserfahrungen, denn diese bieten dir sowohl im Studium als auch im späteren Berufsleben einen großen Vorteil. Aus diesem Grund ist ein mindestens viermonatiges Betriebspraktikum während deiner Studienzeit vorgeschrieben.

Der Bachelorstudiengang Agrarwissenschaften ist an der Uni Kiel zulassungsbeschränkt. Das heißt für dich: Du musst dich für einen Studienplatz bewerben. Wie das geht und was du dabei beachten musst, erfährst du beim Studierendenservice - Bereich Bewerbung und Zulassung der Universität Kiel.

Was machst du nach dem Studium?

Was machst du nach dem Studium?

Der Studiengang Agrarwissenschaften an der Uni Kiel umfasst ein breites Fächerspektrum und bietet dir viele attraktive Berufsmöglichkeiten.

Du erwirbst solide Grundkenntnisse in allen wichtigen Aspekten der Agrarwissenschaften und kannst dich darüber hinaus im weiteren Verlauf auf eine Fachrichtung deiner Wahl spezialisieren. So eröffnen sich dir zahlreiche Arbeitsmöglichkeiten, zum Beispiel in folgenden Einsatzbereichen:

  • Unternehmensführung und -beratung im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugung
  • Tierzuchtorganisationen oder Pflanzenzüchtungsunternehmen
  • Unternehmen der Mischfuttererzeugung oder der Landmaschinen-, Düngemittel- und
  • Düngemittel- und Pflanzenschutzindustrie
  • Fachexperte für Versicherungsgesellschaften und Banken
  • Verwaltungen und Organisationen des Umweltschutzes
  • Öffentlicher Dienst

Du kannst nach deinem abgeschlossenen Bachelorstudium auch einen Master-Studiengang aufnehmen, um dich weiter zu spezialisieren. Wenn du dich dafür interessierst, folge dem Link für weitere Informationen.

Über die vielfältigen späteren Beschäftigungsfelder kannst du dich gern mit den Studienfachberaterinnen und Studienberatern unterhalten.

Gängige Vorurteile

Die Agrarwissenschaften sind eigentlich eine Bauernakademie und alle tragen Gummistiefel nach dem Motto: Erst ein bisschen Theorie pauken und dann schnell zurück auf den heimischen Hof.

Blödsinn! Du kannst zwar mit diesem Studium auch klassischer Landwirt werden, aber die Agrarwissenschaften leisten viel mehr als das. Sie vermittelt zukunftsträchtiges Wissen über Produkte und Arbeitsweisen, von denen alle Menschen profitieren, wenn nicht gar abhängig sind. Und das auf höchstem technischen und naturwissenschaftlichen Niveau.

Weiterführende Informationen findest du hier: